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NACH DER GEBURT - WIE DIE FRUCHTBARKEIT ZURÜCKKOMMT

  • martina3416
  • 24. Jan. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Okt. 2025







Nach der Geburt ist erst einmal Erholung und Eingewöhnung angesagt.

Wochenbett bedeutet Ruhe für Mutter und Kind. So viel wie möglich jedenfalls.


Eine liebevolle Hebammenbegleitung tut gut, beim ersten Kind besonders, aber auch bei jedem weiteren Kind.


Wenn schon ein Kind in der Familie ist, oder mehrere, tut die Aufmerksamkeit für die Mutter besonders gut. Vom "Nest", wo sie mit dem Neugeborenen hauptsächlich ist, kann Ruhe ausgehen. Wenn alles entsprechend vorbereitet ist.

Was abzuschirmen geht, möglichst abschirmen in dieser Zeit.


Überlegen:

  • Was muss gar nicht sein oder kann warten?

  • Was kann jemand anders tun?

Wie geht es mit Zyklus und Fruchtbarkeit weiter?

Bis zur nächsten Eireifung dauert es einige Zeit. Zunächst mal steht ja das Neugeborene im Mittelpunkt und der ganze Organismus der Frau stellt sich darauf ein. Die Fruchtbarkeit ist daher im Hintergrund. Das ist biologisch sinnvoll.

Es stellt sich die Frage:

Ab wann könnte ich wieder schwanger werden?

Bei einer Frau, die nicht stillt, kann es nach sechs Wochen wieder zu einer Schwangerschaft kommen. Bei einer Frau, die stillt, kommt die Fruchtbarkeit später zurück. Sie kann es mit Zyklusbeobachtung sehr gut erkennen.


Dazu sollte eine Frau nach drei Wochen nach der Geburt, also am Tag 21 nach der Geburt, mit der Beobachtung von Zervixschleim und der Messung der Aufwachtemperatur beginnen. Die Temperatur muss nicht täglich gemessen werden. Die Temperaturmessung ist in dieser Zeit mehr eine Kontrollmessung: "Steigt die Temperatur nach einer Zervixschleimphase?" Wenn eine Frau aus der Zeit vor der Schwangerschaft schon Erfahrung mit Zyklusbeobachtung hat, kennt sie ihre übliche Temperaturtieflage und -hochlage.

Gerade dann ist die Messung nicht jeden Tag notwendig. Eine Frau kann aber auch in der Stillzeit mit Zyklusbeobachtung beginnen. Das erfordert Interesse, eine gute Aufmerksamkeit für sich selbst und Begleitung.


Die Zeit nach der Geburt kann man als einen (sehr) langen Zyklus verstehen, der mit der ersten Blutung nach einer Temperaturhochlage endet.

Davor liegt die erste fruchtbare Zeit.

Wie in jedem Zyklus ist sie auch im ersten Zyklus nach der Geburt am Zervixschleim erkennbar.

Bei manchen Frauen kommt die Fruchtbarkeit sehr früh wieder zurück, bei anderen sehr lange nicht.

Es kann einige Monate dauern oder sogar mehr als ein Jahr oder länger.

Die Rückkehr der Fruchtbarkeit lässt sich nur individuell aufgrund von Zyklusbeobachtung erkennen! Und: es lässt sich tatsächlich erkennen!

Bei vollem Stillen ist bis zur 12. Woche Unfruchtbarkeit anzunehmen.

Volles Stillen bedeutet:

  • Das Kind bekommt keine zusätzliche Ernährung, auch keine Flüssigkeit außer Muttermilch.

  • In 24 h wird das Kind mindestens 5-6 mal angelegt.

  • Die Gesamtstillzeit in 24 h beträgt 100 Minuten.

  • Es gibt keine Stillpausen, die länger als 6-7 h sind.

Auch wenn ein Kind nicht in diesem Sinn voll gestillt werden kann, kann das Stillen die Fruchtbarkeit unterdrücken. Dafür sorgt das Milchbildungshormon Prolaktin.

Es ist wichtig und aufschlussreich, in dieser Zeit auf Zervixschleim zu achten und ein Zyklusblatt zu führen.

Tage mit Zervixschleim werden als fruchtbare Zeit angesehen. Auch die folgenden drei Tage, in denen sich eine Temperaturhochlage zeigen könnte. Wenn dann kein Zervixschleim mehr vorhanden ist, kann die Frau wieder Unfruchtbarkeit annehmen. Entweder, weil sich die erste Temperaturhochlage zeigt, oder weil es diesmal noch nicht zu einem Eisprung gekommen ist. Die Aufmerksamkeit richtet sich dann auf eine weitere Zervixschleimphase. Zervixschleim kann sich auch in einer Zwischenblutung verbergen. Eine Zwischenblutung ist eine Blutung ohne vorherigen Temperaturanstieg. Es beginnt kein neuer Zyklus! Vor der ersten fruchtbaren Zeit mit folgender Temperaturhochlage ist der Zervixschleim und auch das Körpergefühl möglicherweise besonders, anders als in den Wochen und Monaten davor.


Auch wenn man im Rückblick auf die gesamte Stillzeit sagen kann, dass die Zervixschleimphasen ohne nachfolgenden Temperaturanstieg unfruchtbar waren - während der Zeit muss man sie als fruchtbar betrachten, weil ja ein Temperaturanstieg folgen kann.


Es gilt daher in der Stillzeit die sogenannte Höhepunktsregel (s. Natürliche Empfängnisregelung, S.57):

Die Zeit mit Zervixschleim und drei Tage nach dem Zervixschleim-Höhepunkt gelten als fruchtbar.

  • Entweder kommt es in diesen drei Tagen zum Temperaturanstieg und zu einer Temperaturhochlage. Dann ist die erste sicher unfruchtbare Zeit nach der Geburt erreicht und die erste echte Menstruation kommt in 12-16 Tagen.

  • Oder es kommt nicht zu einem Temperaturanstieg. Bis zur nächsten Zervixschleimphase kann unfruchtbare Zeit angenommen werden.


Um sicher in die Zeit nach der Geburt gehen zu können, empfiehlt sich vorher ein gründliches Studium des Buches Natürliche Empfängnisregelung oder ein Kurs.


Mit guter Begleitung ist es auch möglich, mit der Zyklusbeobachtung in der Stillzeit zu beginnen. Lies hier!

Hier die Zyklustabellen, die besonders für die Stillzeit aufbereitet sind:









Martina Knodt
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