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ICH MÖCHTE SCHWANGER WERDEN

  • martina3416
  • 27. Mai 2025
  • 7 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 19. Jan.





Das ist ein großer und spannender Schritt – ich helfe dir gerne, einen Überblick zu bekommen! Du hast dich vielleicht schon informiert und dir Tipps geholt.

  • Je nachdem, ob du am Anfang des Weges bist oder ob du schon lange hoffst und leider immer noch nicht schwanger geworden bist.

  • Vielleicht hast du schon ein Kind, und da war es leichter.

  • Vielleicht seid ihr beide dabei oder kurz davor, eine Kinderwunschbehandlung in Anspruch zu nehmen. In jeder dieser Situationen wirken körperliche und psychologische Aspekte zusammen.


Auf dieser Seite geht es um deinen Zyklus, aber auch darum, wie du mit dir selbst, deinen Wünschen und Bedürfnissen und mit deinem Partner gut umgehen kannst.

Doch zunächst zum Zyklus. Dein Zyklus zeigt dir nicht nur durch die Blutung an, dass du nicht schwanger geworden bist. Dein Zyklus zeigt dir auch auch deine beste fruchtbare Zeit.

Durch Zyklusbeobachtung kann das Vertrauen in deinen Körper wachsen. Denn es gibt die grundsätzliche Fähigkeit deines Körpers, ein Kind zu empfangen und zur Welt zu bringen. Und du kannst die besten Bedingungen dafür wissen.

Zyklusbeobachtung bedeutet: Du selbst weißt am besten, wann du fruchtbar bist.

Zunächst mal erkennst du, dass dein Zyklus individuell ist und nicht nach Vorgaben funktioniert. Aufgrund des Zyklusschemas kannst du einordnen, was du an dir bemerkst.

Mit Zyklusbeobachtung nach der sympto-thermalen Methode erkennst du deine besten fruchtbaren Tage.

Was du brauchst:



Was du nicht brauchst:


Du brauchst keine Ovulationstests.

Sie haben gegenüber der Zervixschleimbeobachtung keinen Mehrwert. Sie können allenfalls die Östrogentätigkeit bestätigen, die du selbst durch Zervixschleimbeobachtung erkennen kannst. Mit Zervixschleimbeobachtung bist du aber viel näher dran und kannst die Zeichen deiner Fruchtbarkeit selbst viel besser beurteilen. Interessant wäre das Experiment: Ovulationstests UND Zervixschleimbeobachtung.

Falls du schon dabei bist und Ovu-Tests einfach magst.



Was auch nicht nötig bzw. gar nicht möglich ist:

Eisprung bestimmen

Der Tag des Eisprungs lässt sich nicht bestimmen und schon gar nicht berechnen. Auch wenn meistens genau davon gesprochen wird und Apps darauf angelegt sind. Es ist gar nicht entscheidend, den Tag des Eisprungs überhaupt zu wissen. Denn die Spermien überleben im Zervixschleim bis zu 5 oder sogar 7 Tagen. Die Eizelle dagegen ist nur etwa 6-12 Stunden zur Befruchtung bereit.


Alle Tage, an denen du Zervixschleim wahrnimmst, sind möglicherweise fruchtbare Tage.
Die größte Chance auf eine Schwangerschaft besteht am Tag des Zervixschleimhöhepunktes und an den beiden Tagen davor und danach.
Der Zervixschleimhöhepunkt ist der letzte Tag mit dem Zervixschleim bester Qualität.

Der Fokus liegt für dich also auf den Tagen mit dem besten Zervixschleim.

Zervixschleim ist das äußerlich erkennbare Zeichen für die Östrogentätigkeit. Im Innern des Körpers bewirken Östrogene die Reifung der Eizelle. Zu einem nicht im voraus bestimmbaren Zeitpunkt innerhalb der Tage, an denen du Zervixschleim wahrnimmst und beobachtest, findet der Eisprung statt. Es kann sein, dass du um diese Zeit herum kurzzeitig oder mehrmals eine Art stechenden Schmerz spürst.

Das ist der sog. Mittelschmerz. Er kommt durch die Bewegung der Fimbrien, die die freigegebene Eizelle auffangen und in den Eileiter aufnehmen.


Wie hilft Zyklusbeobachtung, damit es zu einer Schwangerschaft kommt?
  • Mit Zyklusbeobachtung kannst du die beste fruchtbare Zeit erkennen. An diesen Tagen mit Zervixschleim bzw. bestem Zervixschleim, wenn du unterschiedliche Qualitäten beobachten kannst, solltet ihr euch miteinander Zeit für eure Sexualität nehmen. An so einem Tag kann sogar der sog. Lusttropfen für eine Schwangerschaft genügen oder Sperma am Scheideneingang. Zervixschleim funktioniert wie ein "Transportmittel".

  • Die Aufmerksamkeit für Zervixschleim ist entscheidend wichtig. Manche Frauen können nur an einem einzigen Tag Zervixschleim beobachten.


Was kommt nach der fruchtbaren Zeit?
  • Nach der fruchtbaren Zeit gibt es einen "Hormonswitch" von Östrogenwirkung zu Progesteron. Das bewirkt den Temperaturanstieg. Die Temperaturhochlage, die auf die fruchtbare Zeit folgt, muss ausreichend lang sein, damit es nach einer Befruchtung zur Einnistung kommt. Das ist durch Temperaturmessung erkennbar.


Auch wenn diese beiden Voraussetzungen erfüllt sind, dauert es durchschnittlich drei Zyklen, bis es zu einer Schwangerschaft kommt. Das wäre sozusagen schon optimal.


Dass es im ersten Zyklus mit Kinderwunsch zu einer Schwangerschaft kommt, ist selten und natürlich wunderschön. 80–90 % der Paare mit Kinderwunsch werden innerhalb eines Jahres auf natürlichem Weg schwanger.


Wenn es länger dauert, kommen Fragen: Ist alles in Ordnung bei mir? Bei meinem Mann oder Partner?


Es ist sehr unterschiedlich, ab wann eine Frau unruhig wird. Ruhe und Gelassenheit wirken sich günstig aus. Gerade das kann aber Druck machen: "Ich sollte ruhig und gelassen sein." Ruhe und Gelassenheit lassen sich nicht verordnen. Auch nicht sich selbst. Deshalb:

In aller Ruhe zur Ruhe kommen.

Das klingt paradox. Der dringende Wunsch nach einer Schwangerschaft kann der Erfüllung tatsächlich im Weg stehen. Die Zusammenhänge lassen sich nicht erklären. Viele Paare können es bestätigen:

"Als wir gar nicht mehr daran dachten oder damit rechneten, kam es zur Schwangerschaft." Vielleicht hilft der Gedanke, dass sich Leben nicht erzwingen lässt.

Dass sich Lebendigkeit nicht erzwingen lässt.

Genau wie Ruhe und Gelassenheit sich nicht "machen" lassen.

Auch die Liebe nicht.

Das Leben will "fließen" können.


Was ist, wenn eine Art Zeitdruck besteht?

"Jetzt, wo ich dieses berufliche Ziel erreicht habe, wäre es genau passend."

"Ich sehe mich als Mutter im nächsten Frühjahr."

"Der Altersabstand zum Geschwisterkind wäre jetzt am besten."


Wir sind gewohnt alles zu planen und sprechen auch von Familienplanung.

Umso schwerer fällt es, wenn sich zeigt, dass die Familienplanung nicht nach Plan läuft.

Dann hilft nicht, gleich noch mehr aufzuwenden, sondern sich einmal zurückzulehnen und miteinander etwas Abstand zu gewinnen, und sich allein und zu zweit fragen:

Was bedeutet es für mich, wenn es länger dauert?

Was bedeutet das für uns?

Dadurch können sich gute Gespräche entwickeln. Es kann ein tieferes Verständnis füreinander entstehen und ihr könnt Weichen für das weitere Zusammenleben stellen: Wie denken wir über das Leben überhaupt? Wie sehen wir einander? Wie denken wir über das Kind, das wir uns so sehr wünschen? Wie geht es uns in unserer Beziehung? Öffnet der Kinderwunsch uns den Blick füreinander? Wird Unverhofftes und Unplanbares mit einem Kind in unser Leben kommen?


Gespräche mit dem Partner über Kinderwunsch, Elternschaft und Lebensgestaltung sind eine unterstützende emotionale Vorbereitung und können zu Ruhe und Gelassenheit beitragen.


Nach Absetzen von hormoneller Verhütung

kann es ohne Schwierigkeiten gleich zu einer Schwangerschaft kommen.

Es kann aber auch eine gewisse Zeit dauern, bis sich der Zyklus wieder eingespielt hat.


Wurde die Pille zur Zyklusregulierung eingenommen, ist davon auszugehen, dass der Zyklus nach Absetzen der Pille wieder so ist, wie er davor war.

Zyklusentwicklung und Zyklusregulierung steht dann an erster Stelle.

Gerade dann ist Zyklusbeobachtung aufschlussreich.

Zervixschleim und Temperatur zeigen an, wie die Hormone zusammenspielen oder nicht.

Hier ist eine persönliche Beratung zur Zyklusbeobachtung sinnvoll.


Läuft der Zyklus "normal" und ohne hormonelle Verhütung,

ist eine ärztliche Abklärung nach 12 Zyklen (wenn du über 35 bist, nach 6 Zyklen) angeraten.


Zyklusbeobachtung ist auch dazu eine wichtige Grundlage!

Die persönliche Zyklusbeobachtung über längere Zeit ist einer punktuellen Hormonbestimmung überlegen bzw. die beste Voraussetzung dazu.

Viele Ärzte nehmen die Hormonbestimmung nach einem angenommenen 28-Tage-Zyklus vor. Dadurch kann eine Östrogenbestimmung am 14. Zyklustag einen geringen Wert ergeben, weil in diesem individuellen Zyklus die fruchtbare Zeit deutlich davor oder danach liegen kann.


Zur Veranschaulichung:



In diesen drei unterschiedlichen Zyklen liegen die fruchtbaren Tage an sehr unterschiedlichen Zyklustagen.

Im ersten Beispiel vom 24.-28. Zyklustag,

im zweiten vom 15.-19. Zyklustag und

im dritten vom 8.-12. Zyklustag.

Diese Erkenntnis beruht auf den Forschungen von Knaus und Ogino und Döring.

Das allein kann schon aufschlussreich sein und zur Zyklusbeobachtung motivieren.

Die fruchtbaren Tage sind hier vom Zyklusende her bestimmt. Sie lassen sich aber auch im Verlauf des Zyklus´ erkennen, weil an den fruchtbaren Tagen Zervixschleim zu beobachten ist.

Das ist der Erkenntnisgewinn der sympto-thermalen Methode.

Nur mit Zervixschleimbeobachtung lässt sich die fruchtbare Zeit genau dann erkennen, wenn sie startet (nicht erst im Rückblick wie in den Beispielen). An diesen Tagen ist eine Hormonbestimmung sinnvoll.

Hier unmittelbar ein wichtiger Hinweis zur Zervixschleimbeobachtung:

Zervixschleimbeobachtung ist höchst individuell! Manche Frauen denken, sie haben keinen Zervixschleim. Vermutlich haben sie ihr persönliches Zeichen der Fruchtbarkeit, DAS Zeichen der Östrogentätigkeit, noch nicht erkannt.

Eine Frau trug ein "?" in der Zyklustabelle ein - im Gespräch zeigte sich: Es war ihr Zervixschleimhöhepunkt. Es war ein Gefühl, das sie nur beschreiben konnte. Zusammen mit der Beraterin wurde ihr das bewusst. Genauso die Progesteronbestimmung: Ohne Temperaturmessung wird sie möglicherweise zum falschen Zeitpunkt vorgenommen und ergibt einen zu geringen Progesteronwert.

Hormonbestimmung sollte immer auf der Basis von Zyklusbeobachtung vorgenommen werden.

Sollte wirklich ein gesundheitliches Hindernis vorliegen, ist die persönliche Zyklusdokumentation gerade dann eine aufschlussreiche Grundlage.


Zum Gesundheitscheck bei Kinderwunsch gehören
  • Impfstatus prüfen (z. B. Röteln, Masern, Windpocken)

  • Schilddrüsenfunktion checken (TSH-Wert) - besonders bei einer zu kurzen Temperaturhochlage

  • allgemeine Blutwerte, Eisenstatus, Vitamin D, Eisen, Jod und was in der persönlichen Gesundheitsvita wichtig ist

  • Nebenniere und Hirnanhangdrüse können Aufschluss geben

  • Diabetes

  • selten: Allergie gegen Samenflüssigkeit

 

Gesunde Lebensweise bei der Frau
  • Folsäure-Einnahme beginnen (am besten schon 3 Monate vor der erhofften Empfängnis 400–800 µg pro Tag). Folsäure beugt Neuralrohrdefekten beim Baby vor.

  • Nichtrauchen und Alkoholverzicht sind bereits in der Kinderwunschphase wichtig.

  • Auf gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Eiweiß und Vollkornprodukten achten.

  • Normalgewicht anstreben: Über- oder Untergewicht kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

  • Stress reduzieren, ausreichend schlafen, regelmäßig bewegen.

  • Magnesium kann beruhigend wirken.

  • Absolut dunkel schlafen kann zur Beruhigung beitragen, weil im Dunkeln Melatonin gebildet wird.

  • Ein Mönchspfefferpräparat, über längere Zeit eingenommen, wirkt regulierend auf den Zyklus. Die Zyklusbeobachtung wird leichter, die Anzeichen deutlicher und klarer.

  • Gute Erfahrungswerte gibt es mit Inositol.


Gesundheitscheck und gesunde Lebensweise beim Mann
  • Nichtrauchen und Alkoholverzicht.

  • Spermiogramm.

Wobei auch bei einem schlechten Spermiogramm eine spontane Schwangerschaft möglich ist. Entscheidend ist, dass die besten fruchtbaren Tage für den Liebesakt gewählt werden.

Gleichmäßiger Sex über den ganzen Zyklus ist nicht zielführend. Die Abstinenz vor den besten fruchtbaren Tagen lässt Samenzellen reifen.

  • Zink ist ein wichtiges Spurenelement!


Noch ein Hinweis für das Gespräch mit Ärztinnen und Ärzten:

Die sympto-thermale Methode ist seit 01.01.2024 in den ärztlichen Leitlinien (S2k).

Viele Ärztinnen und Ärzte kennen die sympto-thermale Methode nicht aus eigener Erfahrung.

Umso wichtiger ist es, die persönliche Erfahrung mit Zyklusbeobachtung in das Gespräch einzubringen.

 





 





Martina Knodt
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